Roman Terdenge als Landessieger ausgezeichnet

Viele Pläne wurden in den vergangenen Monaten durch die Corona-Pandemie durchkreuzt. Doch für Roman Terdenge ist es schon jetzt ein mehr als gelungenes Jahr. Bereits im Januar schloss der 21-Jährige seine Ausbildung zum Mechatroniker für Kältetechnik mit Bravour ab. Nun vertritt er als frisch gebackener niedersächsischer Landessieger sein Bundesland beim Bundesleistungswettbewerb Mitte November.

Stolz präsentieren Roman Terdenge und Personalleiterin Inge Otten die Auszeichnung.

 

Auch wenn die Feierlichkeiten in diesem Jahr aus bekannten Gründen weitgehend ausfielen, darf Roman Terdenge gleich drei Auszeichnungen sein Eigen nennen: Er ist nicht nur Sieger der Innung für Kälte- und Klimatechnik Osnabrück-Emsland, sondern setzte sich auch als Kammersieger und schließlich als niedersächsischer Landessieger durch.

Entsprechend stolz ist man bei seinem Arbeitgeber, der Alwin Otten GmbH in Meppen: „Er hat sich die Auszeichnungen selbst erarbeitet und redlich verdient“, betont Personalleiterin Inge Otten. Roman selbst bleibt trotz allem bescheiden: „Es ist ein schöner Erfolg für mich“, sagt er.

Bevor er zur Firma Otten kam, machte Roman sein Fachabitur mit dem Schwerpunkt Elektrotechnik. Dadurch konnte er seine Ausbildung auf zweieinhalb Jahre verkürzen. Den Reiz seines Handwerks macht für ihn vor allem der enorme Abwechslungsreichtum und die Komplexität aus: „Die Herausforderungen sind jeden Tag andere, man muss sich immer wieder neu hereindenken“, sagt er, „und wenn man dann am Ende des Tages den Fortschritt sieht, ist das jedes Mal erfüllend.“

Bereits in Kürze wartet auf Roman die nächste Herausforderung. Dann nimmt er am Bundesleistungswettbewerb (BLW) teil und tritt als niedersächsischer Landessieger gegen seine siegreichen Fachgenossen aus den anderen Bundesländern an.

Als prestigeträchtige Bühne für den Wettbewerb hätte in diesem Jahr eigentlich wieder die Chillventa in Nürnberg dienen sollen. Die internationale Fachmesse für Kältetechnik findet im Zweijahresturnus statt und bietet dann traditionell auch den Rahmen für den BLW. Aufgrund der Corona-Pandemie musste die Messe jedoch abgesagt werden und konnte in diesem Jahr „nur“ digital stattfinden. Somit mussten auch die Organisatoren des BLW umdisponieren: Der Wettbewerb findet nun vom 9. bis zum 13. November an der Bundesfachschule Kälte-Klima-Technik im thüringischen Harztor statt.

Ähnlich wie bei der Gesellenprüfung besteht die Aufgabe auch hier darin, unter Zeitdruck eine komplexe Kälteanlage mit bestimmten Komponenten und Eigenschaften zu bauen. Dem Sieger des Wettbewerbs winkt, neben der Auszeichnung als Bundessieger, eine lukrative Begabtenförderung, mit der Weiterbildungsmaßnahmen wie etwa die Meisterprüfung oder ein Studium finanziert werden können.

Roman sieht der Herausforderung bereits mit Vorfreude entgegen. Aufgeregt ist er aber nicht, denn für ihn steht weniger die Platzierung als vielmehr das Erlebnis im Vordergrund: „Ich freue mich besonders darauf, mich mit neuen Leuten auszutauschen und dort einfach eine tolle Zeit zu haben. Der erste Platz ist kein Muss.“

Ein unbeschriebenes Blatt ist die Firma Otten beim Bundesleistungswettbewerb übrigens nicht: Die beiden heutigen Geschäftsführer Alwin und Lennart Otten qualifizierten sich nach ihrer Ausbildung ebenfalls für den Entscheid und schafften es als Erst- bzw. Zweitplatzierter auf das Siegertreppchen. Auf die entsprechende Rückendeckung durch seinen Arbeitgeber kann sich Roman also in jedem Fall verlassen.